top of page

Ulm 2024

Neben unserer Residency in Jena sind wir dieses Jahr auch mit CataLight im Kunstverein Ulm aktiv. Mit Vanessa Opoku, Claus Lam, Lydnsey Walsh, Andrea Garcia, Dr. Margarete Jahrmann & Dr.  Stefan Glasauer

Insta_Kachel_Ulm_24_1.png
Insta_Kachel_Ulm_24_2_edited.jpg
00E06193-F971-4062-9ACD-25AA128F61A3.jpg

Vanessa Opoku, DE

Vanessa Amoah Opoku ist eine interdisziplinäre Künstlerin, die Geschichte, Digitalität und marginalisierte Erzählungen durch gemischte Realitäten erforscht. Sie nutzt Kunst, Wissenschaft und Technologie, um herkömmliche Vorstellungen von Innovation und Zukunftsvisonen in Frage zu stellen. Ihre primären künstlerischen Werkzeuge umfassen 3D-Scans, Video, Skulptur, Performance und Klang.

Seit 2021 ist sie eine der Kuratorinnen des Balance Club Culture Festival, eine Plattform, die die politische Bedeutung der Clubkultur, ihre Rolle in verschiedenen Communities und ihren Beitrag zur technologischen und kulturellen Entwicklung untersucht.

Sie studierte Buchkunst und Grafikdesign, Kunst und digitale Medien sowie Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, der Akademie der Bildenden Künste Wien und der Bezalel Academy of Arts and Design Jerusalem. 2021 erhielt sie ein Diplom und 2024 ihren Meisterschülerinnen Abschluss in Bildende Kunst unter der Leitung von Prof. Tina Bara an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig.

unnamed (1).jpg

Prof. Dr. Margarete Jahrmann, AT

Margarete Jahrmann ist Künstlerin, eine Pionierin der Game Art und aktiv in der künstlerischen Forschung (aktuell FWF/PEEK der Psycholudische Zugang und WWTF Robopsychologists) zur Erforschung von AI Large Language Models und Role Play. In ihrer kollaborativen und interdisziplinären künstlerischen Praxis erforscht sie ludische Kunst und Aktivismus in installativen „ludischen“ Arbeiten, zu Spielkulturen, menschlichen und nicht-menschlichen Akteuren. Als Forschungsstipendiatin des Center of Advanced Studies der LMU München in Neurowissenschaften hat sie das Projekt Neuromatic Game Art, zum kritischen Spiel mit Neurointerfaces/ Hirnscans (zusammen mit Prof. Dr. Stefan Galsauer, Brandenburg Technische Universität) entwickelt. Sie publiziert umfangreich und nimmt an Ausstellungen und Konferenzen aktiv teil, wie Ars Electronica, dem Exchange-Event der Tate Gallery London oder der Biennale von Havanna. Jahrmann wurde mit dem Medienkunstpreis der Stadt Wien ausgezeichnet und erhielt u.a. den transmediale Berlin Preis und die Auszeichnung für interaktive Kunst auf der ars electronica. Sie war Artist in Residence am MIT Boston, gambit lab und ist nun Leiterin der Abteilung Experimental Game Cultures an der Universität für angewandte Kunst Wien.

photo_2024-11-11 14.43.48.jpeg

Lyndsey Walsh, US

Lyndsey Walsh ist Künstler*in, Autor*in und Forscher*in aus den USA und lebt in Berlin. Walsh hat einen Bachelor-Abschluss in Individualized Studies von der New York University und einen Master-Abschluss in Biological Arts mit Auszeichnung von der University of Western Australia. Lyndseys Praxis verbindet spekulative Erzählungen mit autoethnografischen Untersuchungen der Brüche, die durch Technologie in der Körperlichkeit der Kultur entstehen.

Lyndsey hinterfragt die kulturellen Binaritäten von Mensch–Nicht-Mensch, krank–gesund und Leben–Maschine mithilfe von Crip*-, Queer*- und intersektionalen feministischen Ansätzen. Derzeit ist Walsh erste*r und einzige*r ansässige Künstler*in am Lehrstuhl für Experimentelle Biophysik der Humboldt-Universität zu Berlin. Lyndseys Arbeiten wurden auf Veranstaltungen und in Institutionen wie der Frieze Art Week New York, dem Humboldt Forum, der Ural Biennale, der Berlin Biennale, dem Athens Digital Arts Festival, Transmediale/CTM gezeigt.

2024-11-24 21.35.14.jpg

Andrea Garcia, US

Andrea Garcia Vasquez ist eine interdisziplinäre Kunstschaffende, die ursprünglich aus New Jersey kommt. Deren Kunstwerke untersuchen visuell, poetisch und spielerisch die verschiedenen Beziehungen zwischen den Menschen und der sie umgebenden Umwelt. Die Skulpturen und Installationen erweitern die Grenzen der Materialität und schaffen ihre eigenen Systeme unter Verwendung einer Reihe von Techniken und Materialien wie Wolle, Tufting, 3D-Druck und Animation, Porzellan, Glas, Fotografie, Ton und Video. Sie erhielt ihren BFA an der School of Visual Arts im Jahr 2014 und ein Diplom in Medienkunst an der HGB in Leipzig im Jahr 2020. Von 2022-2024 arbeitete sie als künstlerische Assistentin von Professor Eli Cortiñas für das Medienkunst-Grundstudium an der HGB Leipzig. AGV lebte und arbeitete von 2015-2024 in Leipzig. Ihre Arbeiten wurden international gezeigt, darunter eine Einzelausstellung im Libanon, eine Gruppenausstellung She BAM! und auch in der GfzK Leipzig. Zwischen 2021 und 2023 war sie Stipendiatin der KdfS, des Kunstfonds und des Kulturamtes Leipzig. Seit Juli 2024 lebt AGV wieder in den USA, um ein Masterprogramm für Bildhauerei und post-studio research an der University of Colorado Boulder zu absolvieren, wo sie auch Grundlagen der Kunst unterrichtet.

1.1_photocredits_kanaan_brothers.jpg

Claus Lam, DE

Claus ist ein interdisziplinärer Künstler, geboren in Berlin. Er studierte Biochemie (Freie Universität Berlin), Bildende Kunst (Hochschule für Bildende Künste Dresden) und Art&Science (Universität für angewandte Kunst, Wien). Derzeit studiert er in der Meisterklasse von Susan Philipsz (Hochschule für Bildende Künste Dresden). Claus' Praxis widmet sich der Erforschung menschlicher Wissensproduktion in einer post-repräsentativen und post-menschlichen Landschaft, wobei er den Schwerpunkt auf wissenschaftliche Kollaborationen und konzeptionelle Ansätze legt. Seine technischen Produktionsrahmen umfassen Bewegtbild, Sound und zirkuläre materialbasierte Objekte. Claus arbeitete mit der Europäischen Kommission, dem Survival Kit Festival (Riga), Manifesta 14 (Prishtina), dem CTM Festival (Berlin), Glasgow International und dem Künstlerhaus Wien zusammen

unnamed (2).jpg

Prof. Dr. Stefan Glasauer, AT

Prof. Dr.-Ing. Stefan Glasauer leitet seit 2018 das Fachgebiet Computational Neuroscience an der BTU Cottbus-Senftenberg. Er forscht über allgemeine Prinzipien der Hirnfunktion, die der Wahrnehmung, Handlung und sensomotorischen Steuerung zugrunde liegen, und ist Mitautor von mehr als 250 Zeitschriftenartikeln und Buchkapiteln. In seiner wissenschaftlichen Praxis setzt er verschiedene Methoden ein, von Verhaltensexperimenten und Psychophysik über neurophysiologische Methoden wie Augenbewegungsaufzeichnungen und Motion Tracking, Bildgebung des Gehirns mittels funktioneller Magnetresonanztomographie (fMRT) bis hin zu mathematischen Methoden aus den Computational und Theoretischen Neurowissenschaften wie probabilistische Modellierung und neuronale Netze. Neben der Wissenschaft nimmt er aktiv an Konferenzen und Veranstaltungen im Bereich Kunst und Wissenschaft teil, zum Beispiel an der Ars Electronica, dem Exchange-Event der Tate Gallery London oder der Biennale von Havanna (zusammen mit Prof. Dr. Margarete Jahrmann, Universität für Angewandte Kunst, Wien).

Insta_Kachel_Ulm_24_2_edited.jpg

Aus Licht und Wasser. Vom Streben nach »Oberflächlichkeit«
 

Am 07.12.2024, 18:00 Uhr, eröffnet im Kunstverein Ulm eine Ausstellung mit fünf künstlerischen Perspektiven zu künstlicher Photosynthese. Die Ausstellung läuft bis zum 26.01.2025. Öffnungszeiten und das Programm zur Vernissage unter: www.kunstverein-ulm.de

Pflanzen, Algen und bestimmte Bakterien gewinnen ihre Lebensenergie an ihrer Oberfläche: aus Licht, Wasser und Kohlenstoff-dioxid. 

Dabei geben sie Sauerstoff ab – was unseren Planeten für uns überhaupt erst bewohnbar gemacht hat. Wir Menschen verbrauchen viel fossile Energie und benötigen dringend neue Wege, Energie aus Sonne, Wasser und Wind zu produzieren. An drei deutschen und einer österreichischen Universität arbeitet der Sonderforschungsbereich CataLight an einer Nachahmung der Photosynthese, bei welcher statt Zucker Wasserstoff als Energieträger gewonnen werden soll. Künstler*innen aus Berlin, Dresden, Wien und Boulder (USA) haben mit Forscher*innen von CataLight zusammengearbeitet.

Ihre Arbeiten rücken Farbstoffe, die ähnlich zum Molekül »Chlorophyll« Licht einfangen und es nutzbar machen, in den Fokus.

Und erkunden unsere Beziehung zu den Lebewesen, die sich durch Photosynthese ernähren. Die Ausstellung ist im Grenzbereich von Natürlichem und Synthetischem verortet und bringt Materialstudien, Gaming-Ansätze, 3D-Techniken und von Hand Gefertigtes zusammen. Zudem fließen die Ergebnisse aus drei Workshops mit Jugendlichen und Kindern in Ulm ein. Ein Aufenthaltsort im historischen Ausstellungsraum bietet Materialien für ein persönliches, experimentelles Auseinandersetzen mit den Themen. 

Für unser Projekt in Ulm konnten wir dem Sonderforschungsbereich CataLight einen besonderen Partner gewinnen, die sich an drei deutschen und einer österreichischen Universität mit einer Nachahmung der Photosynthese, bei welcher Zucker statt Wasserstoff als Energieträger gewonnen werden soll befassen. Wir möchten uns bei Prof. Dr. Kalina Peneva, Prof. Dr. Christine Kranz und Dr. Philipp Traber für die Zusammenarbeit bedanken. Sowie bei allen teilnehmenden Wissenschaftler*innen: Riccarda Müller, Alina Koba, Anna-Laurine Gaus, Marius Müssler, Christine Kranz, Sven Rau, Stefan Brändel, Konrad Hotzel, Vathsalya Tirumala Sundarraj, Nigar Aslanova, Kalina Peneva, Benjamin Dietzek-Ivanšić, Richard Jacobi, Meritxell Malagarriga Pérez, Simon Tippner, Leticia González

bottom of page